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Allerheiligen in Portugal
Allerheiligen ist in Portugal eines der großen kirchlichen Feste. Im Süden Europas werden Feiern wie Allerheiligen noch nach strengeren Traditionen begangen als hierzulande. Auch haben viele Menschen den christlichen Glauben fest verinnerlicht.
Sie alle gedenken an Allerheiligen nicht nur den Toten wie es bei vielen Familien in Deutschland der Fall ist, sondern auch die vielen Heiligen der katholischen Kirche.
Was Menschen hierzulande am Allerheiligenfest in Portugal mit Sicherheit etwas befremdlich vorkommt, ist der Volksfestcharakter, den das Fest mancherorts hat. Dort picknicken die Menschen nämlich in der Nacht vor Allerheiligen auf den Friedhöfen, um ihren Verstorbenen nahe zu sein und mit ihnen zusammen zu sein. Eine andere Art von Halloween. Aber so seltsam, wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheint, ist dieser Brauch nicht.
Am nächsten Tag, dem eigentlichen Allerheiligenfest, finden dann die großen Gottesdienste statt.
Der Tag ist dort ein gesetzlicher Feiertag und viele Menschen nutzen ihn, um in die Kirche zu gehen.
Wie auch hierzulande gibt es ebenfalls Gottesdienste auf den Friedhöfen. Diese sind dann allerdings noch viel feierlicher und länger. Die Menschen stehen dort in tiefer Trauer, aber auch in der Zuversicht des ewigen Lebens.
Besonders viele Kerzen werden an diesem Tag entzündet. Sie stehen nicht nur für die Verstorbenen da, sondern eben auch für die großen Heiligen, von denen die meisten Portugiesen die Legenden gut kennen.
Der Anblick der vielen Kerzen auf den Gräbern der portugiesischen Friedhöfe wirkt fast magisch. War schon am Tag zuvor alles durch die "Picknick" Gäste erhellt gewesen, hat die Lichterzahl noch einmal zugenommen.
Besonders in den Großstädten wie Lissabon ist ein wahres Lichtermeer zu sehen.
Allerdings hat der Tag der Republik in Portugal nicht die Bedeutung anderer Feiertage. Der Stellenwert ist nicht so groß.
So finden auch in den anderen Städten und Orten Portugals eher kleinere Veranstaltungen statt, die an die Entstehung dieser ersten Republik erinnern. Konzerte zu diesem Anlass sind allerdings vielerorts üblich.
Der Tag der Republik geht auf einen recht blutigen Freiheitskampf der Portugiesen zurück. Sie wollten frei sein von der Monarchie. In deren Endphase herrschte das Deutsche Haus Sachsen-Coburg-Gotha. Doch die wirtschaftliche Lage wurde immer schlechter. Dann wurde im Jahre 1908 der König Karl I. ermordet. Danach herrschte Anarchie bis zur Ausrufung der Republik Portugal 1910.
Auch wenn die Zeit danach den ersten Weltkrieg und später noch mehr Chaos brachte, gedenken die Menschen in Portugal auch heute noch gerne ihrem Freiheitszug.
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