Portugal ist in mehrere Distrikte untergliedert. Der Distrikt Guarda liegt im Landesinneren und grenzt im Osten an das Nachbarland Spanien. Wenn man einen Trip in diese Gegend plant, dann kann man dies sehr gut von Lissabon aus planen. Von Lissabon benötigt man mit dem Schnellzug in diese Region etwa 4 Stunden. Die Fahrt zwischen Lissabon und Guarda, der Hauptstadt des Distriktes, kostet etwa 16 Euro pro Strecke, ist also recht günstig.
Der Distrikt hat eine Ausdehnung von ca. 5.500 km und mit weniger als 200 000 Einwohnern eine rechte geringe Bevölkerungsdichte. Das Klima ist kontinental geprägt. Es herrschen heisse Sommer und kühlere Winter. Die maximalen Temperaturen im August betragen 30 Grad. Die Stadt Guarda wird von Portugal auch als Wintersportort angepriesen. Guarda ist landwirtschaftlich geprägt. Bedingt durch die Trockenheit ist die Produktion hier im Vergleich zu Europa sehr gering. Die landwirtschaftliche Produktion ist noch sehr traditionell geprägt.
Dieser Distrikt ist für Leute, die gerne eine Meerurlaub buchen möchten natürlich ungeeignet, trotzdem hat diese Gegend Einiges zu bieten. Zunächst einmal lohnt sich der Besuch der Hauptstadt der Provinz - Guarda. Bei dieser Stadt handelt es sich um eine traditionelle Bischoffstadt., die seit 1199 als Stadt existiert sie kann also mit historischen Städten von Spanien oder England mithalten. Als Siedlung existiert dieser Ort schon seit dem 6. Jahrhundert nach Christus. Seit der Vertreibung der Juden aus Palästina lebten viele Juden in Spanien und in Portugal. Bis zur Zeit der Reconquitsa, der Vertreibung der Mauren und Juden von der iberischen Halbinsel, waren beide Volksgruppen prägend für den Landstrich. In Guarda erinnert eine alte Synagoge an diese Zeit. Das ist leider keine aktive Synagoge mehr und wird derzeit für andere Zwecke benutzt.
Weitere Sehenswürdigkeiten dieser Region sind die Sierra da Estrela, ein portugiesischer Nationalpark und die Vila Nova de Fozcoa ein Freilichtmuseum.
In der Sierra da Estrela kann man auf ausgedehnten Bergwanderungen bizarre Felsen und Schluchten sehen. Die Gegend erinnert an Western aus der Italo Western Zeit. Historische Wohnstädten kann man in Vila Nova de Fozcoa bewundern. Auf Youtube kann man sich an dieser Stelle einen Eindruck von dem Freilichtmuseum verschaffen:
Das Landesinnere von Portugal - also genau der Distrikt Guarda - bietet das, was man in Deutschland "Ferien auf dem Bauernhof" nennen würde. Die Gegend ist ländlich geprägt und sehr einfach. Man sollte schon etwas Portugiesisch können, um hier zu bestehen. Deutsche oder Englisch wird hier selten gesprochen, gerade das aber macht den Reiz dieser Gegend aus. Die Preise für Übernachtungen sind moderat, selbst in der Distrikt Hauptsadt zahlt man in 3 Sterne Hotels um die 40 Euro pro Person. Perfekt ausgestattet ist das Best Western. Dieses liegt auch sehr zentral zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes. Sogar ein Schwimmbad gibt es hier im Haus, im Sommer eine willkommene Angelegenheit.