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Portwein - Die Weingärten im Duoro-Tal
Die Geschichte des Weinanbaus im nordportugiesischen Duoro-Tal begann schon lange vor der Blütezeit des Römischen Reiches und erlangte durch die Pflanzung neuer Rebsorten im 11. Jahrhundert einen erneuten Aufschwung. Der Vorgänger des Portweins - der Vinho de Lamego - wurde nach der Anlegung neuer Weingärten im Duoro-Tal im 13. Jahrhundert produziert und wähnte sich großer Beliebtheit. Ein Handelsabkommen mit den Engländern im Jahr 1373 sorgte für den wirtschaftlichen Aufschwung durch den Weinanbau. Ende des 17. Jahrhunderts fand sich das erste Mal die Bezeichnung "Porto" in alten Zolldokumenten für die Weine des Duoro-Tals. Durch schlechte Handelsbeziehungen mit Frankreich suchten die Engländer nach exportierbarem Wein aus Portugal und Spanien und fanden in den Klöstern den "Priest-Port", der sich durch die schlechten hygienischen Bedingungen beim Transport der anderen Weine aufgrund seiner qualitativ hochwertigen und lagerfähigen Eigenschaften als Exportschlager entpuppte. Aufgrund steigender Nachfrage folgte im 18. Jahrhundert ein Qualitätseinbruch, der den Premierminister Marquês de Pombal im Jahr 1756 dazu bewegte, eine Gesellschaft zur Garantie von Qualitätskriterien zu gründen. Anhand eines festgelegten Punktesystems wurden die Weinberge abhängig von verschiedenen Faktoren in sechs Klassen eingeteilt. Auch die Rebsorten wurden in drei Kategorien gesplittet, um qualitative Unterschiede sichtbar zu machen.
Die Herstellung eines Portweins beginnt mit der üblichen Handverlesung der Trauben, der Pressung und der Ansetzung des Mostes zur Gärung. Der Vorgang, der einen Wein zu einem Portwein macht, heißt Vinierung. Dabei wird der gärende Most mit ca. 80%igem Weindestillat gesprittet. Dieser Vorgang bewirkt, dass der Gärvorgang gestoppt wird und der Restzucker, der die Süße des Portweins ausmacht, im Most verbleibt. Die Menge des Weindestillates variiert je nach Gärungsgrad des Weines. Festgelegt ist jedoch, dass das Endprodukt, der fertige Portwein, einen Alkoholgehalt von 19 bis 22 Volumenprozent aufweisen muss. Nach der Vinierung lagert der Wein für etwa ein halbes Jahr im Duoro-Tal und wird anschließend in die großen Portweinkellereien nach Vila Nova de Gaia gebracht. Hier beginnt die Reifezeit von mindestens zwei und maximal sechs Jahren im großen Fass. Nach frühestens zwei Jahren wir die erste Verkostung vorgenommen und die Qualität des Jahrgangs bestimmt, um über die weitere Lagerung zu entscheiden. Qualitativ hochwertige Portweine werden in dunklen Flaschen gelagert, in denen der Wein schonend reift und nur langsam die Farbe verändert. Portweine durchschnittlichen Jahrganges werden in der „Pipe“, einem kleinen Fass, gelagert, wo der Wein durch die Luftdurchlässigkeit schneller reift, den Geschmack des Holzes annimmt und hell wird.
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